ZWeR 2026, 159
Fusionskontrolle und Industriepolitik
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Frage, ob eine veränderte Fusionskontrolle dazu beitragen kann, Innovationsanreize in Europa und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken. Erörtert wird einerseits eine allgemeine Lockerung der Fusionskontrolle, andererseits ein strikteres Vorgehen gegenüber sog. Killer-Akquisitionen. Basierend auf der vorliegenden empirischen Evidenz wäre eine großzügigere Fusionskontrolle jedoch eher schädlich als förderlich. In Bezug auf Killer-Akquisitionen ist jedoch auch eine Verschärfung der Fusionskontrolle angesichts zahlreicher praktischer Probleme nicht hilfreich, um Innovationen zu stärken.
Inhaltsübersicht
- I. Einleitung
- II. Marktkonzentration, Fusionen und Innovationsanreize
- 1. Wie Fusionen Innovationsanreize beeinflussen
- 2. Das spezielle Problem sog. Killer-Akquisitionen
- 3. Missbrauchsaufsicht und Fusionskontrolle
- III. Eine sehr vorsichtige Einschätzung des Entwurfs der neuen Fusionskontrollleitlinien der Europäischen Kommission
- IV. Fazit
- *
- *)Prof. Dr., Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Partner der Düsseldorf Competition Economics GmbH
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