ZWeR 2020, 289

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln 2199-1723 Zeitschrift für Wettbewerbsrecht ZWeR 2020 AufsätzeSarah Legner*

Die Relevanz eines Geschlechteraspekts für das Kartellrecht

Auf den ersten Blick erscheint das Geschlecht für die Anwendung des Kartellrechts nicht von Bedeutung. Jedoch unterscheiden Unternehmen zuweilen zwischen männlichen und weiblichen Verbrauchern bei der Differenzierung ihrer Produkte. Um wettbewerbliche Strukturen zutreffend zu ermitteln, kann es daher notwendig sein, weibliche und männliche Produktversionen auseinanderzuhalten. Zahlreiche Studien haben darüber hinaus offenbart, dass Anbieter für weibliche Produktversionen und für an Frauen adressierte Dienstleistungen häufig höhere Preise als für gleiche oder gleichartige Angebote an männliche Verbraucher verlangen (sog. „pink tax“). Hierbei fragt sich, ob und inwieweit dies einen Schaden für die von dem europäischen und deutschen Kartellrecht geschützte Verbraucherwohlfahrt darstellt. Neben der Relevanz eines Geschlechteraspekts für die Schutzziele des Kartellrechts will der Beitrag aufzeigen, inwiefern vice versa funktionsfähiger Wettbewerb positive Auswirkungen auf das politische Ziel der Geschlechtergleichbehandlung haben kann.

Inhaltsübersicht

  • I. Einleitung
  • II. Produktdifferenzierung und Preisdiskriminierung nach Geschlecht
    • 1. Produktdifferenzierung
    • 2. Preisdiskriminierung
      • 2.1 Empirischer Befund
      • 2.2 Ökonomische Grundlagen
  • III. Relevanz für den Schutz des Wettbewerbsprozesses
    • 1. Kein allgemeines Gleichbehandlungsgebot
    • 2. Marktbeherrschung
      • 2.1 Problem
      • 2.2 Marktabgrenzung
      • 2.3 Strukturen innerhalb des relevanten Marktes
    • 3. Behinderungsmissbrauch
      • 3.1 Problem
      • 3.2 Missbräuchliche Verdrängung
      • 3.3 Berücksichtigung außerkartellrechtlicher Wertungen?
      • 3.4 Fazit
  • IV. Relevanz für den Schutz der Verbraucherwohlfahrt
    • 1. Missbrauchsrecht
      • 1.1 Verbraucherwohlfahrt als Schutzziel
      • 1.2 Missbrauch infolge Ausbeutung
        • 1.2.1 Problem
        • 1.2.2 Abweichung von dem wettbewerbsanalogen Preisniveau
        • 1.2.3 Schaden für die Verbraucherwohlfahrt
      • 1.3 Missbrauch infolge Preisspaltung
      • 1.4 Fazit
    • 2. SIEC-Kriterium in der Fusionskontrolle
  • V. Relevanz des Wettbewerbs für die Förderung einer gesellschaftlichen Geschlechtergleichbehandlung
    • 1. Auswirkungen des Wettbewerbs auf eine Geschlechtergleichbehandlung
    • 2. Gesellschaftspolitisches Mandat der Wettbewerbsbehörden?
  • VI. Fazit
*
*)
Dr. iur., wissenschaftliche Mitarbeiterin und Habilitandin an der Universität Konstanz

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