ZWeR 2009, 85

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 1611-1982 Zeitschrift für Wettbewerbsrecht ZWeR 2009 AufsätzeChristoph Schalast / Kamyar Abrar*

Wettbewerb und Regulierung in Netzsektoren: Modell Breitband-
Telekommunikationsmarkt?

Die Deregulierung von Netzindustrien ist gegenwärtig noch immer ein zentrales europäisches und nationales Anliegen. Nicht nur die aktuell kontrovers geführte Diskussion im Schienenverkehr hinsichtlich der Trennung von Netz und Dienst oder der Forderung nach Entflechtungsregeln für den Strom- und Gassektor offenbaren, dass die Frage des richtigen regulatorischen Ansatzes derzeit noch nicht als geklärt gilt.
Trotz seines Vorbildcharakters für Netzsektoren zeigt auch der Kommunikationssektor, dass es zahlreiche Fehlerquellen bei der Öffnung von Infrastrukturen für den Wettbewerb gibt.
Nach einer ökonomischen Betrachtung der Netzsektoren im Allgemeinen und der Erörterung der aktuellen Marktverhältnisse im Besonderen blicken die Autoren kritisch auf ein Jahrzehnt der Deregulierung und Entscheidungspraxis im Kommunikationssektor zurück. Dabei zeigen die Autoren, dass mit der Dynamisierung der Kommunikationsmärkte auch eine Flexibilisierung der kartellamtlichen Praxis erforderlich ist. Sie plädieren dafür, diesen Spielraum auch in anderen Netzindustrien künftig mit Blick auf die zentralen ökonomischen Probleme einzusetzen.

Inhaltsübersicht

  • I. Einleitung
    • 1. Wettbewerb in Netzindustrien
      • 1.1 Die Theorie vom natürlichen Monopol
      • 1.2 Isolierter Dienstewettbewerb und Zugangsregulierung
      • 1.3 Bottlenecks als Ursache sektorspezifischen Regulierungsbedarfs
      • 1.4 Die Bedeutung von Infrastrukturwettbewerb
    • 2. Wettbewerb in der Telekommunikation
      • 2.1 Infrastrukturwettbewerb auf der letzten Meile
      • 2.2 Marktverhältnisse auf den Anschlussmärkten, insbesondere Breitband
      • 2.3 Marktverhältnisse bei Sprachtelefonie
      • 2.4 Marktverhältnisse bei der Rundfunkübertragung
  • II. Ursachen fehlenden Infrastrukturwettbewerbs auf der letzten Meile
    • 1. Monopolisierung mittels DSL und intramodale Regulierung
    • 2. Netz- und Eigentumsstruktur als ökonomisches Problem im BK-Netz
      • 2.1 Struktur der deutschen Kabelnetze
      • 2.2 Bestreitbarkeit der NE3 / Gestattungswettbewerb auf der NE4
      • 2.3 Ökonomische Probleme der Kabelnetzstruktur
      • 2.4 Notwendigkeit der Konsolidierung
    • 3. Schleppende Veräußerung und gescheiterte Konsolidierung
      • 3.1 Der schleppende Veräußerungsprozess
      • 3.2 Die gescheiterte Konsolidierung
        • 3.2.1 KDG/Liberty
        • 3.2.2 Folgen der gescheiterten Netzübernahme
        • 3.2.3 KDG/KBW, iesy, ish
  • III. Dynamisierung der Fusionskontrolle
    • 1. iesy/ish und TeleColumbus/ish
    ZWeR 2009, 86
    • 2. KDG/Orion Cable
      • 2.1 Nachteile des Zusammenschlusses
        • 2.1.1 Einspeisemarkt
        • 2.1.2 Endkundenmarkt
      • 2.2 Überwiegen der Vorteile des Zusammenschlusses
      • 2.3 Stellungnahme
        • 2.3.1 Verstärkung von Marktbeherrschung auf dem Einspeisemarkt?
        • 2.3.2 Kehrtwende auf dem Endkundenmarkt
        • 2.3.3 Richtige Gewichtung des Infrastrukturwettbewerbs
  • IV. Ergebnisse und Ausblick
    • 1. Intermodaler Wettbewerb in der Telekommunikation
    • 2. Berücksichtigung von intermodalem Wettbewerb in anderen Netzsektoren?
*
*)
Rechtsanwalt Prof. Dr. Christoph Schalast, Schalast & Partner, Frankfurt/M. ist Leiter des Frankfurt Institute for Private Equity and M&A und des M&A-Studiengangs der Frankfurt School of Finance & Management. Dr. Kamyar Abrar ist Mitarbeiter an der Professur für M&A der Frankfurt School of Finance & Management, Frankfurt/M.

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